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Hallo und herzlich willkommen! Oder: eine Schmink-Schmonzette.

Ewig. Ewig hat es gedauert, bis für mich der passende Moment gekommen war, in welchem ich mich aufraffte diesen Post zu schreiben. Weil, wie fängt man es etwas an, von dem man noch gar nicht so richtig weiß, in welche Richtung es laufen wird!? Habt ihr Lust auf Make-Up-Ausschweifungen? Dann seid ihr wahrscheinlich jetzt an der richtigen Stelle.

Ich fang am besten von vorn an…

Mit schätzungsweise 13 kaufte ich mir einen dunkelblauen Kajalstift von Wet’n’Wild. Damals gab es eine große Theke bei Kaufland. Ich schaute immer beeindruckt zu meiner Tante auf, die einige Zeit bei Douglas arbeitete und für meine Begriffe die Verkörperung des Themas Make-Up, Pflege, … war. Ich wollte das irgendwann auch mal alles haben und wissen und tun. Daher war dieser Kajal-Kauf schier unumgänglich. Ach, was war ich stolz. Auf die untere Wasserlinie wurde von nun an dick aufgetragen. Und das gut und gern auch im Stundentakt – denn es hätte ja sein können, die Farbe verblasst. Als ein damaliger Mitschüler zu mir meinte, was ich denn da Komisches am Auge hätte, war ich zutiefst getroffen! Wie konnte er nur so was sagen!? Tja, damals mag er wohl Recht gehabt haben. Sah sicher schön scheiße aus, so ein zentimeterdicker blauer Balken am unteren Augenrand. Nun ja. Ich bin inzwischen drüber hinweggekommen, so viel dazu.

Worüber ich aber nie hinwegkam, ist die Neugier an Make-Up und was man, ich, mit diesem machen, verändern, verschönern, verschlimmbessern kann. Ihr könnt euch sicher noch erinnern (und mit „ihr“ meine ich alle gleichgesinnten Schminktussis, ja, ich kann noch differenzieren und weiß, dass mein Interesse am Thema Make-Up über dem des Durchschnitts liegt), die Zeit von Yves Rocher und Le Club de Créateurs, in der man stundenlang Prospekte und Kataloge wälzen konnte, alles war so schön bebildert und attraktiv. Es gab oft Gratisgeschenke oder unschlagbare Angebote… 😉 Ich liebte es. Irgendwann kam ich durch so eine Bestellung an ein weißes Case aus Plastik, in welchem die Kosmetikutensilien ihren Platz und somit auch ihre Daseinsberechtigung hatten. Meine Sammlung wuchs mit den Jahren. Ich glaube, ich habe nicht mal von allem gewusst, wofür es genau geeignet ist, und ich bin mir sicher, nicht jede Eyeliner-Farbe in diesem Case hat mir wirklich gestanden. (Hallo, dunkelblauer Kajal.)

In der Abizeit habe ich regelmäßig gearbeitet und mit dem verdienten Geld war ich (nicht nur für Kosmetik gesprochen) in der Lage, mir zu kaufen, was ich wollte. Ich wollte nicht mehr nur Drogerie-Make-Up, sondern die teuren Sachen. Ich wollte die Lippenstifte aus den Magazinen. Ich wollte Make-Up-Luxus! Meine Einstiegsdroge war Artdeco. Rückblickend zu Recht. (Hat mir außerdem meine Tante empfohlen! 😉 ) Ich kaufte mir einen Lidschatten. Einen. Und brauchte ihn auf. Jeden Tag trug ich Metallicblau in die Schule aus. Danach kam Dunkelblau. Ich fand das völlig normal und auch der Zusatz von Glitzersteinen im Augeninnenwinkel war meiner Ansicht nach absolut angemessen für den Matheunterricht. Ok, auch darüber bin ich inzwischen – zum Glück – hinweg.

Meine Freundin Susi machte in ihrer Studienzeit ein paar Auslandserfahrungen und war unter anderem in Budapest. Ich flog sie besuchen. Das hat jetzt an sich natürlich nichts mit Ungarn zu tun, wobei ich mit diesem Land vor allem diverse ausschweifende Abifahrten verbinde (Wer von euch war auch schon im Palace feiern!?), aber Susi zeigte mir dort, dass es auf Youtube Kanäle gibt, die sich einzig und allein mit dem Thema Beauty auseinandersetzen. Wie entspannend es sein doch kann, jemandem dabei zuzusehen, wie er sich die Haare machte oder schminkte, meinte sie. Und ich fand das auch! Von diesem Moment an hat mich Youtube und die dortige Beautyszene nie mehr losgelassen.

Ok, man, jetzt merke selbst ich, dass das eigentlich viel zu viel Gelaber über Schminke ist. Respekt, wenn ihr noch immer lest.

2010 oder 2011 entschied ich mich, ich wollte auch ein Teil dieser Szene werden. Aber Videos drehen, das wollte ich nicht. Also eröffnete ich einen Blog. Einen Schminkischminki-Blog. Später kamen sogar noch zwei Co-Bloggerinnen dazu. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, dort neue Errungenschaften oder LE’s oder Augen-Make-Ups zu teilen. Und in nicht allzu langer Zeit kamen wir immerhin auf circa 50 feste Leser. Nichtsdestotrotz bemerkte ich nach einer Weile, dass ich mich im Kreis drehe. Ich hatte nicht die optimale Kamera, nicht das Wissen und Können, um mit den von mir so gern gelesenen Beauty-Blogs Schritt zu halten. Und das demotivierte mich. Schlussendlich verlief sich dieser Blog im Sande. Die Make-Up-Liebe blieb aber bestehen und baute sich aus.

In diesem Jahr fragte mich Sehb a.k.a. Sebastian, ob ich nicht Lust hätte, ein Model für eines seiner Shootings zu schminken. Klar hatte ich. Ein paar Mal haben wir so zusammen gearbeitet und ich fand es wirklich klasse. Später haben wir sogar ein ganzes Wochenende organisiert, an welchem meine ebenfalls schminksüchtige und nicht minder wundervolle Freundin Steffi, die auf diesem Blog noch ein ums andere Mal Erwähnung finden wird, und ich unser Portfolio erweiterten. Wir haben einfach andere Freundinnen gefragt, ob wir sie zu diesem Zweck stylen dürften. Sehb wiederum machte die Fotos. Es war ein großartiges Erlebnis, dessen Ergebnisse ich nach und nach hier zeigen werde. Durch diese Arbeit wurde mir vor allem bewusst, dass ich mich vielleicht doch in irgendeine Richtung professionalisieren möchte. Wahrscheinlich nicht im Sinne von: mein Ziel ist es, eine Ausbildung zur Make-Up-Artistin zu machen. Aber vermutlich tut dieser Blog schon sein Gutes. Mein Umfeld kann schon lange nicht mehr für mein Interesse herhalten, es ist schlichtweg zu nerdy geworden. Aber das macht ja nichts. Wozu gibt es das Internet!?

Und so gibt es ihn nun, diesen so genannten Beauty-Blog. Einen hunderttausendsten. Was ihn besonders macht? Er ist meiner! Ich werde ihn füllen und das ausleben, was ich möchte: er wird ANNgemalt. Mit allem, das mir Spaß macht. Und keine Sorge, ich habe auch noch andere Interessen. :-)

Also: wir lesen uns!

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